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Was ist Yoga?
Yoga ist eine uralte aus Indien stammende Lehre der Schulung von Körper, Atem, Geist und Konzentration. Yoga ist weder eine Religion, noch eine spezielle Gymnastik. Yoga fördert die Einheit von Körper, Geist und Seele.

Atmen – Dehnen – Entspannen

Mit dem Yoga wollen wir lernen, ein gutes Körperbewusstsein zu entwickeln, unseren Körper mit all seinen Eigenschaften zu achten und zu respektieren. Wir versuchen, die physischen und auch die psychischen Grenzen anzunehmen, mit Geduld und Achtsamkeit an einer Verbesserung zu arbeiten.

vakra makarasana trikonasana yoga mudra
vakra makarasana trikonasana yoga mudra

 

1. Grundsätzliches


Wer praktiziert Yoga, was sind die Voraussetzungen?
Jeder Mensch kann Yoga praktizieren, ob alt, jung, krank oder gesund. Eine wichtige Voraussetzung ist die Bereitschaft, Achtsamkeit zu entwickeln und sein Denken und Tun zu beobachten und vielleicht auch zu verändern.

Wie praktiziert man Yoga?
Ideal ist es, wenn man nicht mit vollem Magen übt. Am besten am Morgen vor dem Frühstück. Man trägt bequeme, nicht einengende Kleidung. Die Atmung erfolgt normalerweise durch die Nase. Wenn möglich halten wir die Augen geschlossen, (ausgenommen bei Gleichgewichtsstellungen) um uns voll auf unseren Körper zu konzentrieren.
In meinen Lektionen lege ich Wert darauf, dass die Kursteilnehmer die Stellungen genau so einnehmen, wie ich sie anleite. Es gibt auch immer Möglichkeiten für einfachere oder auch schwierigere Varianten – jedoch sollten sie anatomisch korrekt ausgeführt werden. Deshalb korrigiere ich falls nötig. Falsch ausgeführte Yogastellungen können sich schädlich auf den Körper auswirken. Sollten körperliche Einschränkungen da sein, gebe ich gerne therapeutische Hinweise dazu.

cakrasana padahastasana vrikshasana
cakrasana padahastasana vrikshasana

 

2. Die Wirkung von Yoga


            Entspannung - Beweglichkeit - Innere Stabilität und Ruhe - Konzentration - Kräftigung

Eine regelmässige Yogapraxis hat Einfluss auf unsere Gesundheit. Das präzise Üben von Asanas (Stellungen) bringt unseren Körper ins Gleichgewicht, wodurch sich äussere und innere Verspannungen und Blockaden lösen.
Wir teilen auf in 3 Wirkungspunkte:

a) Die körperliche Wirkung:

Unsere Muskeln, Sehnen, Bänder und Knochen, und die verschiedenen Bereiche des Organismus sind aufs Engste miteinander verbunden und arbeiten im Idealfall Hand in Hand. Durch Asanas wird unser Körper geschmeidig, er wird in der Lage sein, sich problemlos auf Veränderungen der Umwelt einzustellen. Yoga praktizierende Menschen haben weniger Schlafprobleme und häufig eine gesündere Verdauung. Asanas halten den physischen Körper fit und dem kranken Körper können wir gezielt helfen, wieder gesund zu werden.

b) Die psychische Wirkung

Der Yogaübende wird im Geist gestärkt. Entschlusskraft, Wille und Konzentration entwickeln sich. Wir fördern unsere Achtsamkeit und Gelassenheit, es stellt sich eine grosse innere Ruhe ein. Mit Asanas wecken wir schlafende Kräfte in uns, sodass wir Lebensfreude und Vertrauen ausstrahlen und uns und auch unsere Mitmenschen damit inspirieren.

c) Die feinstoffliche Wirkung

Zur feinstofflichen Wirkung gehören 3 Systeme:

- Das System der Nadis: Nadis sind feinstoffliche Energiekanäle, die durch den ganzen Körper laufen. Sie sind vergleichbar mit den chinesischen Meridianen. Yoga aktiviert die Nadis.

- Das Chakrasystem: Entlang unserer Wirbelsäule befinden sich 7 Energiezentren, die wir Chakren nennen. Mit Yoga können wir allfällige Blockaden auflösen.

- Das System der Kundalini-Energie , einer Kraft, die wir mit Hilfe von Yoga zu erwecken versuchen.

All diese Systeme gehören zur feinstofflichen Ebene, sie sind die Grundlage der Hatha-Yoga-Praxis. Sie werden immer verwoben sein mit den Asanas.

ustrasana
setuasana
supta vajrasana
ustrasana setuasana supta vajrasana

 

3. Arten des Yoga


Es gibt viele verschiedene Richtungen des Yoga. (übrigens heisst es „der Yoga“, denn wie so vieles aus Indien ist der Yoga ursprünglich etwas rein männliches.) Wir praktizieren „Hatha Yoga“. Ich nehme aber auch immer wieder Elemente aus anderen Richtungen dazu um eine ganzheitliche Praxis zu gewährleisten. Der Yoga hat seinen Ursprung ca. um 800 v.Chr. Zu jener Zeit war der Yoga fast nur Meditation, fand also nur auf der geistigen Ebene statt.
Der Hatha Yoga, wie wir ihn praktizieren, stammt aus dem 14. Jh. n.Chr.. er ist ein Teil des Tantra. Seine Grundsätze sind den Körper und die Seele in Einklang zu bringen.

4. Weitere Yogaübungen


Kriyas sind Übungen, die die Gelenke bewegen und uns aufwärmen.

Asanas heisst übersetzt: Haltung. Ursprünglich bei Patanjali (der Verfasser der Yoga – Sutra, dem Leitfaden des Yoga) war ein Asana die stabile, mit Leichtigkeit eingehaltene Sitzhaltung zum Meditieren, in der das Wesen zentriert und regungslos ist. Heute sind es über 200 Grundhaltungen mit vielen Variationen, die wir häufig vorbereiten durch ähnliche einfachere Haltungen um den Körper nicht zu überfordern.

Pranayama: Der Atem spiegelt mit grosser Genauigkeit unsere körperliche und geistige Verfassung wieder und passt sich ihr dauernd an – der Atem als Spiegel der Seele.
Prana = ätherische Kraft, Luft, Atem. Wir steuern ganz bewusst unseren Atem mit dem Ziel, unsere körperliche und geistige Energie zu beeinflussen. Pranayama bedeutet also, die vollkommene Kontrolle über unser Bewusstsein zu erreichen.

 

Pranayama
Mudra heisst Siegel oder Zeichen. Körper- oder Fingerstellungen
werden angewendet zur Bündelung der Energie im Innern.
(Z. Bsp. Jnana mudra – Zeigefinger berührt den Daumen)
Jnana mudra: Zeigefinger berührt Daumen

Bandha bedeutet festhalten, verschliessen. Verschiedene Körperteile werden sanft und doch kraftvoll zusammengezogen mit dem Ziel, Energien zu lenken, sie wirken also vor allem feinstofflich.

Meditation:
Im Anschluss an die Yogalektion meditieren wir zusammen 15 Minuten. Im Sitzen oder im Gehen lernen wir verschiedene Meditationsarten kennen, z. Bsp. Nada, Mantra, Trataka etc.
Meditierender am See